Theaterpädagogik Workshops

Berufsbegleitend

Jeux Dramatique | Januar 2017

Modul aus der Erzieher*innen Weiterbildung Theaterpädagogik

Der Intellekt darf sich ausruhen, die Fantasie kann sich entfalten. Die Jeux sind dem dramatischen Gestalten verwandt, unterscheiden sich jedoch vom Theaterspiel. Es wird kein Text gesprochen, gibt weder Publikum noch Probenstress, weder Bewertung noch Kritik. Weil damit auch die Angst vor Fehlern wegfällt, erleben die Spielenden in den Jeux bisweilen Momente von packender Intensität. Diese Improvisation in Reinform lässt sich wunderbar einbetten in ein Konzept zur kindgerechten kreativen Stückentwicklung.

Dozentin Jordis Overödder
Erzieherin, Theaterpädagogin, Leiterin für Jeux Dramatique

Termin
Sa, 21.01.2017 & So, 22.01.2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
150 Euro

Bücher, Lieder und Gedichte als Vorlagen | Februar 2017

Modul aus der Erzieher*innen Weiterbildung Theaterpädagogik

Anhand verschiedener literarischer Texte, werden wir untersuchen, welche Vorlagen in welcher Form geeignet sind, um sie mit Kindern theatral zu bearbeiten. Mit unterschiedlichen Übungen und Methoden werden an konkreten Beispielen Wege aufgezeigt, wie man zu Vorgaben improvisieren, aus ihnen Figuren entwickeln, sie als Rahmenhandlungen für Spielgeschichten nutzen kann u.a.m.

Dozentin Ina Halmágyi
Film- und Theaterschauspielerin, Theaterpädagogin BuT®, Leitung von Theaterprojekten in Schulen, im TPZ Köln, in der Comedia Köln und im Schauspiel Köln

Termin
Sa, 18.02.2017 & So, 19.02.2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
150 Euro

Rein ins Theater - raus mit der Sprache | März 2017

Eine Fremdsprache spielerisch ausprobieren

Ziel des Workshops ist es mit den Mitteln des Theaters Kinder und Jugendliche zu einem neuen lustvollen und flexiblen Umgang mit einer fremden Sprache zu führen. Mit theatralen Übungen, Rhythmik, Bewegungsanimationen und Improvisationen nähern wir uns auf eine spielerisch- heitere Art der Zweitsprache. Das führt dazu Hemmschwellen abzubauen und sich ohne Angst auszuprobieren.

Die Methode: Viele Studien zum Spracherwerb haben ergeben, dass eine Vielfalt an Lernkontexten den Lernprozess verbessert. Sprache in Verbindung mit Bewegung, Emotion, Spiel und Leichtigkeit schafft immer neue Verknüpfungen im Gehirn. Beim Theaterspielen erleben sich Kinder ganzheitlich mit Körper, Geist und Seele. In Improvisationen werden situative Sprachanlässe geschaffen und diese Herausforderungen werden nicht allein vom Verstand bewältigt. Es entsteht im besten Fall ein lustvolles heiteres Spiel- und Lernfeld, das kein negatives Scheitern zulässt.

Der Workshop richtet sich an Mitarbeiter*innen in Kinder- und Jugendeinrichtungen, die besonders durch die aktuelle Flüchtlingssituation mit dem Thema „Sprachförderung und Spracherwerb" konfrontiert werden. Unser Angebot ist als sinnlich, spielerische Ergänzung zum kognitiven Spracherwerb zu verstehen.

Dozentinnen Alexandra Selone und Imke Schreiber
Alexandra Selonke ist seit 2003 als Tanz- und Theaterpädagogin tätig, Regie und Choreographietätigkeiten u.a. beim zeitgnössichen Zirkus „Atemzug", studierte Dipl. Sportwissenschaften und Deutsch (LA), sie ist Referentin beim TPZ Köln.
Imke Schreiber Schauspielerin, Theaterpädagogin, Schwerpunkte: Kindertheater, Schatten-, Puppen- & Figurenspiel, Sprachförderung

Termin
11. & 12. März 2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
130 Euro/ erm. 110 Euro

Autobiografisches Theater nach Marcel Cremer (Agora Theater) | März 2017

"Hamlet, Faust, Mephisto, Iphigenie, Mutter Courage, die Jungfrau von Orleans, alle Figuren der Weltliteratur stecken in jedem einzelnen Menschen." Wie schaffe ich den Schritt vom privaten "Ich" zum künstlerischen "Du"? In den 2 Tagen des Workshops versuchen wir uns dieser Idee und Frage des autobiografischen Theaters spielerisch zu nähern.

Dozent Kurt Pothen
studierte Geschichte und Germanistik an der Universität zu Köln. Von 1987 bis 2010 wirkte er in 16 Inszenierungen Marcel Cremers als Spieler in über 2300 Aufführungen und Gastspielen in über 20 Ländern mit. Seit 2010 als künstlerischer Leiter und Regisseur des AGORA-Theaters entwickelt er die Methode des Autobiografischen Theaters mit dem Ensemble und internationalen Koproduzenten weiter.

Termin
18. & 19.03.2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
130 Euro/ erm. 110 Euro

Das Komische im Theater | April 2017

Komisch zu sein auf der Bühne ist, wie alle wissen, schwer. Was und warum etwas komisch ist wird anhand von prägnanten Beispielen in der szenischen Arbeit gesucht. Ziel wird es sein, die künstlerisch komödiantischen Kompetenzen der teilnehmenden Spielleiter*innen um wirkungssichere und praxisnahe Arbeitsmethoden zu erweitern. Den Teilnehmer*innen wird deshalb Gelegenheit gegeben, kleine Szenen exemplarisch selber zu gestalten.

Dozent Hans Kieseier
Schauspieler an Bonner und Kölner Bühnen - wie dem Haus der Springmaus (Mitglied im gleichnamigen Improvisationstheater 1991-1994), seit 25 Jahren Darsteller und Regisseur bei der Kölner „Stunksitzung", Schauspiellehrer

Termin
22. & 23.04.2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
130 Euro/ erm. 110 Euro

Die schnellste Inszenierung der Welt  | Juli 2017

Texte sind geschrieben, Zitate eingeholt, Szenen konzipiert — und nun? Wie erzähle ich mein Thema? Wie bringe ich eine spannungsreiche Ordnung in den Materialien-Berg? Wo ist mein Anfang? Wo mein Ende? Was entwickelt sich wohin? Die schwersten und zeitraubendsten Entscheidungen im Theater sind meist dramaturgische. Frische Erzählweisen, knallige Präsentationsformen und heutige Dramaturgie-Modelle werden hier vergnüglich wie verständlich durchgespielt. Hier und dort wagen wir auch mal einen räuberischen Blick in die Literatur, die Kunst und ins journalistische digital story telling. Eine anregende Werkzeugkiste voller Möglichkeiten nehmen wir mit: So sparen wir Zeit. So sparen wir Nerven. Und sind auf dem Weg zur schnellsten Inszenierung der Welt. (Das war ein Köder!)

Dozent René Linke
Dozent für Journalistik in Düsseldorf, Bühnenautor und Regisseur z.B. „Klassiker-Entstaubungen": „Hamlet und ich" (Duisburg, 2015), Kafka: „Der Prozess" (Duisburg, 2014); Schiller: „Kabale und Liebe" (Krefeld, 2013)

Termin
1. & 2.07.2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
zweitägige Workshops 130 Euro/ erm. 110 Euro

Chor Singen - Chor leiten  | September 2017

"Gib mir ein Fis"

Beim Singen im Chor wird aus vielen Individuen ein Instrument. Singen tut gut und bringt Stimme und Körper in Einklang und zum Schwingen. Damit tue ich mir in erster Linie einmal selbst etwas Gutes und das darf auch noch mit Spaß und ohne große Mühe geschehen. Vom-Blatt-singen-können ist keine Voraussetzung.

Ganzheitliche Einsingübungen wärmen Stimme und Körper auf. Danach kommen wir von der einstimmigen Melodie zu mehrstimmigem Singen. Wir nehmen uns kleine A-cappella-Sätze vor und improvisieren anhand von einfachen Volksliedern eine zweite Stimme. Der zweite Schwerpunkt des Kurses liegt darauf: wie leite ich selbst andere zum Singen an? Die Teilnehmer erwerben Grundlagen im Dirigieren und erhalten Tipps für die Praxis, die wir gemeinsam gleich umsetzen.

Dozentin Agnes-Dorothee Lang
ist Kirchenmusikerin in Bornheim. Nach dem Kirchenmusikstudium war sie als Chorleiterin und Organistin in Langenburg, München und Köln tätig. Als Chorleiterin verschiedenster Chöre hat sie langjährige Erfahrung, ebenso wie im Instrumentalunterricht und als Referentin bei Chorleitungskursen.

Termin
9. & 10.09.2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
zweitägige Workshops 130 Euro/ erm. 110 Euro

Forumtheater  | Oktober 2017

Forumtheater als Methode des Empowerments und der Partizipation

Mit der Methode Forumtheater werden die Teilnehmer befähigt, sich in der zielgruppenspezifischen Arbeit inhaltlich und gestalterisch auf ihr Klientel einzulassen, Konflikt-Themen herauszuarbeiten und den Prozess des Aufkeimens konstruktiver Wendungen und Lösungen sensibel vorzubereiten und zu begleiten. Wir entwickeln Forumtheater-Szenen, deren Lösungspotenzial wir im interaktiven Forum miteinander erspielen. Dabei wird beleuchtet, welche Voraussetzungen es braucht damit eine Szene/ein Theaterstück das Publikum zum konstruktiven Mitmachen einlädt.

Dozentin Friderike Wilkens von Hein
Künstlerische Leitung Forumtheater inszene: Interaktive Theaterprojekte zu gesellschaftlich relevanten Themen

Termin
14. & 15.10.2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
zweitägige Workshops 130 Euro/ erm. 110 Euro

Playbacktheater  | November 2017

Spiel mich

Playbacktheater gewinnt, im Unterschied zum sonst bekannten Improvisationstheater, seinen Bühnenstoff aus echten Geschichten und Eindrücken. Quelle ist das Publikum, in Workshops die Gruppe. Gerade noch frisch erzählte Geschichten werden direkt und spontan auf der Bühne inszeniert. Es geht um biographische und situative Inhalte der ErzählerInnen. Der Workshop führt in diese spezielle Variante des Improtheaters ein, die auch als Kommunikationsplattform genutzt werden kann. Ziel des Workshops ist es über Spaß am Spielen mit den verschiedenen Spielformen (Geschichten- und Kurzformen) vertraut zu werden und den Blick für den Kern von Alltagsgeschichten zu schärfen. Wer schon einmal Playback gespielt hat, kann seine Erfahrungen im Kurs vertiefen. Jeder wird mal Spieler, mal Erzähler, mal Zuschauer sein. Wer möchte, wird auch Interview und Moderation trainieren. Playbacktheater ist geeignet für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Daher kann der Workshop gerade für Pädagogen (ErzieherInnen, LehrerInnen, TheaterpädagogInnen) inspirierend sein. Er stellt eine Fortbildung in den Bereichen Biografisches und Nichtliterarisches Theater dar. Eingeübt werden auch das Generieren von biografischem Material und dessen Umsetzung auf der Bühne.

Zum Ablauf: Kurzüberblick, Gruppen-who-is-who, Anwärmübungen, dann geht's auch schon los mit dem Einüben von Kurzspielformen, auf der Bühne - Lernen im Tun! Nach und nach kommen Spielformen, Geschichtenspiel und Übung dazu. So nähern wir uns immer mehr dem Fluss der Auftrittsform an.

Playback ist eigenständige Theater- und gleichzeitig Kommunikationsform. Es ist daher vielfältig anwendbar. In Auftrittsform bei Tagungen, bei Festen, als Unternehmenstheater, in Schulen, KiTas, im Gottesdienst , bei Kunstausstellungen u.v.m. Die Workshopform kann u.a. genutzt werden zur Reflexion, Teamentwicklung, für Supervisionsprozesse.

Dozent Boris Trenz
seit 1995 PbTh-Spieler, -Moderator und -Workshopleiter. Mitgründung der Kölner Gruppe 'Lamäng'. Dozent für PbTh beim TPZ; Dipl.-Psych., langjähriger Berater in der Beruflichen Rehabilitation. Workshopleiter u.a. im Rahmen von Supervisionsausbildung (IHP), Mediationstage Bonn, Malteser Hilfsdienst Hospiz-Praktikertreffen, Bundestagung Theaterpädagogik. Anwendung von PbTh im Rahmen von Team-Supervision. Workshopteilnahmen bei Jonathan Fox (Playbacktheater), Keith Johnstone (Theatersport)

Termin
11. & 12.11.2017 | zweitägig | 10 bis 17 Uhr

Gebühr
zweitägige Workshops 130 Euro/ erm. 110 Euro

Anmeldung & Infos

0221 - 52 17 18
info@tpz-koeln.de
Anmeldung sind möglich bis vier Wochen vor Workshopbeginn
Tipps zu Unterkünften können Sie gerne über uns erhalten.

Zielgruppe

Unsere Theaterpädagogischen Workshops richten sich an PädagogInnen, Theaterschaffende und andere Berufsgruppen, für die Theaterpädagogik eine sinn- und lustvolle Erweiterung darstellt.